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"Wir erreichen die Zukunft!" - Sicher. Und wie?

Lesen Sie, was Unternehmen bewegt - aus psychologischer Perspektive kommentiert.


März 2019

Nachwuchs in Not

Eine aktuelle Studie des Hartmannbundes zeigt eine katastrophale Arbeits- und Weiterbildungssituation von Assistenzärzt*innen. Rund 37 % der Befragten leisten wöchentlich mehr als 7 Überstunden - mitunter in Abteilungen, in denen Überstunden „per Definition" nicht existieren. Zwei Drittel von ihnen waren mit Situationen konfrontiert, auf die sie nicht ausreichend vorbereitet waren, und nahmen bei sich oder Kollegen Patienten-gefährdende Fehler wahr.

Weitere Folgen: Demütigungserleben, blank liegende Nerven und „Zusammen-Rottungen“, um in der Not wenigstens ihren „Facharzt" zu retten. All das: Zeichen von Vernachlässigung.  

Solch gravierende Missstände haben verschiedene Ursachen: Diffusion bei Zuständigkeiten, Planungslecks und Hilflosigkeit der Aufsicht-Führenden. In Zeiten knapper Ressourcen an medizinischen Fachkräften ein Existenz-gefährdendes Vabanque-Spiel. Durch wenige, gezielte Interventionen lassen sich Probleme auflösen - mit psychologischem Know-how zu „lustvollem" Arbeiten.

Dezember 2018

Irrtum:
Mehr Geld, mehr Glück

Einer Studie des Nobelpreisträgers Daniel Kahnemann und des Ökonomen Angus Deaton zufolge gibt es einen Wendepunkt des Glückserlebens bei ca. 60.000 € Jahresgehalt. Ab dort stagniert es nicht nur, sondern nimmt wieder ab. Für Manager, Fachkräfte und Vertriebsexperten braucht Glück andere Mittel.

Überraschender Weise sind es die technisch-organisatorischen, also die verhaltensleitenden Bedingungen. Sie erst ermöglichen lustvolles Arbeiten und Glückserleben. Denn: Der über alles größte Motivator ist nicht das Geld. Es ist der Erfolg, das Gelingen der eigenen Arbeit.

November 2018

Tempo beim Recruiting

Immer mehr Bewerber sagen Unternehmen noch während des Auswahlverfahrens oder sogar nach der Vetragsunterzeichnung ab. Laut einer Studie für die Bitkom Research haben diese "Absager" in 94 % der Fälle eine andere, also eine bessere Stelle gefunden. Für Unternehmen heute bedeutet das: Ein Wettlauf gegen die Zeit. Der "Early Bird" gewinnt.

Hauptfaktor für das Gelingen ist die Personal-Abteilung bzw. deren Positionierung als Dienstleister. Messbare Service-Qualität und standardisierte Prozesse erlauben ein Bewerber-Management, das sich im Tempo abhebt. Denn: Die Generationen Y und Z wollen auswählen. Und tun es auch.

Oktober 2018

Fehlerkultur: Fehlanzeige

Einer Umfrage von Ernst & Young zufolge bemängeln 18 % der 800 befragten Angestellten eine betriebliche Diskussionskultur, in der Fehler nicht angesprochen werden. Der erfragte Grund dafür ist menschlich: Angst. Vor Kündigung. Vor Gesichtsverlust. Vor persönlichen Nachteilen.

Der Hebel für Veränderung liegt innerhalb des Unternehmens: In Kommunikationsstrukturen und der Unternehmenskultur. Im Kern geht es um eine gemeinsame und neutrale Sicht auf Abweichungen, die systematisch thematisiert werden. So lassen sich Potenziale für die Zukunft sicher identifizieren. Denn: Erfolg braucht Vertrauen. Und Vertrauen braucht Kommunikation.

September 2018

Bullshit Jobs - oder: Lustvolles Arbeiten

Auch ohne belastbare Zahlen ist offensichtlich, dass der Bestseller "Bullshit Jobs" von David Graeber das Erleben einer Vielzahl von Menschen gleich welcher Ausbildung auf den Punkt bringt. Sinnlose, nutzlose, weil letztlich verwertungsfreie und wegen ihres Ressourcen-Verbrauchs insgesamt schädliche Tätigkeiten bleiben meist unentdeckt - jedenfalls fast immer ungeahndet. Nicht nur Stabsabteilungen und Headquarter sind die Auslöser.  

Die Außen-Perspektive erweist sich als Königsweg, diese Aufgaben zu identifizieren. Jede arbeitspsychologische Analyse prüft Schnittstellen und Verwendungszwecke. So werden Lücken, Abrisse und Leerläufe transparent und Veränderungen angestoßen. Das Ziel lautet: "lustvolles" Arbeiten.

August 2018

Direktiver Führungsstil und digitale Transformation

Mehr als die Hälfte der 13.000 Befragten, einer Studie von Stepstone und dem Kienbaum Institut @ ISM zufolge, attestieren ihren Führungskräften einen direktiven Führungsstil. Im Kontext der Anforderungen von Digitalisierung und Innovation ein bemerkenswerter Befund.

Geschwindigkeit, Qualität und Wirtschaftlichkeit der Ergebnisse zählen in Zukunft noch mehr. Da ist psychologisches Fakten-Wissen darüber gefragt, was Führungserwartung beinhaltet und Führungswirkung möglich macht. Die Gesetze von Wahrnehmen, Denken und Erleben geben Auskunft. Wer sie nutzt, erreicht digitale Transformation.

Juli 2018

"Was ich muss, das will ich nicht" - Changemanagement in der Praxis

Wieder ist ein Geschäftsführer eines in Schieflage geratenen Unternehmens mit dem Satz an die Öffentlichkeit getreten. "Wir müssen besser werden!" Ein martialisch klingender Weckruf.

Für ein rechtzeitiges Gelingen von Turnaround und Change braucht es mehr. SMARTe, also bildhafte Ziele und eine Ansprache, die es "kognitiv leicht" macht, betriebliche Vorhaben mit den ganz persönlichen Interessen und Plänen in Deckung zu bringen. Wie Motivationspotenzial funktioniert, weiß die Wirtschaftspsychologie. Wenn es um Menschen geht: Das sichere Mittel zum Erfolg.

Juni 2018

Milliardengrab Meetings

Einer amerikanischen Studie zufolge summieren sich die Kosten verschwendeter Meeting-Zeit auf umgerechnet über 30 Mrd. EUR. Was die Verschwendung bewirkt -  Warten, Ablenkungen, Ausfransen, Folgenlosigkeit u.a.m. - erlebt jeder Teilnehmer und jeder Manager tagtäglich.

Gut gemeinte Tipps, in vielen Unternehmen derzeit zum Programm erhoben, kommen als bloße Appelle daher. Sie zielen allein auf ein Goodwill. Wahre Experten dagegen justieren die verhaltensleitenden Parameter - auf Basis der psychologischen Gesetze zu Aufmerksamkeit und zu sozialer Wahrnehmung. Diese allein bergen wirksamen Zugang zum Meeting-Erfolg.

Mai 2018

HIP - Das Headhunter-Impf-Programm

Leergefegte Arbeitsmärkte für Fach- und Führungskräfte erschweren die zügige Besetzung freier Positionen. Die Direkt-Ansprache von Experten ist das Mittel der Wahl. Die Headhunter-Branche boomt wie nie.

Die Kehrseite: Es droht Abwerbung. So ist heute der Schutz von Know-how und die Sicherung betrieblicher Leistungskontinuität gefragt. "Überfall"-Prävention, so wie für Geld-Institute lange bekannt, zur Abwehr von "Raub" der - oft als wichtigste Unternehmensressource bezeichneten - Leistungsträger im Betrieb. Die wirtschaftspsychologischen Erkenntnisse begründen unser Headhunter-Impf-Programm.

Februar 2018

Digitalisierung und menschliches Handeln

Drei Monate nach Einführung des neuen Slot-Buchungssystems im Hamburger Hafen wenden sich die Spediteure hilfesuchend an die Öffentlichkeit. Der gut gemeinte Schritt in die digitale Zukunft gerät ins Straucheln. Ein Beispiel von vielen, in denen Software-Entwickler und Betriebsorganisatoren die Nutzer, "echte" Menschen, deren Motive und Handeln verkennen.

Die methodisch präzise arbeitspsychologische Analyse bringt das tatsächliche, oft kleinteilige Wirkungsgefüge zutage. Gleichzeitig zeigen sich die mächtigsten Hebel, die messbar Erfolg bringen. Die menschliche Natur - hier das Wahrnehmen, Erleben und Denken - "funktioniert" seit Jahrtausenden gleich. Von Vorteil, diese Gesetzmäßigkeiten zu berücksichtigen.

Dezember 2017

Menschliches Fehlverhalten - Eine Frage der Organisation

Laut der Studie "Top 10 Bedrohungen für Industrial Control Systems (ICS)" vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sehen Unternehmer das größte Risiko in ihren eigenen Mitarbeitern - noch vor allen möglichen technischen Problemen.

Um dieses Risiko zu minimieren, passen Experten Aufgaben, Organisation und Arbeitsmittel an die Leistungsfähigkeit des Menschen an. Durch die aktive Gestaltung dieses Wirkungsgefüges und durch Benutzer-Freundlichkeit gelingt Psychologen der entscheidende Beitrag zum sicheren Arbeitsablauf.

März 2017

Erwartungen an Führungskräfte immens

73% stimmen laut Gallup Engagement Index 2016 zu, wenn es heißt: "Die Rückmeldungen (meiner Führungskraft) helfen mir, meine Arbeit besser zu machen." Gleichzeitig erleben deutlich weniger als die Hälfte, dass es zu 5 oder mehr Mitarbeitergesprächen im Laufe eines ganzen Jahres kommt.

Leider verfehlt das viel gepriesene "Mitarbeitergespräch" den Bedarf vollkommen. Arbeitende wollen durch ihr Tun Erfolg erleben: "Lustvoll arbeiten" funktioniert nur mit Rückmeldung. Die Lern-Psychologie weiß: je näher die Rückmeldung am Tun desto wirksamer der Impuls für die Zukunft. Leiter-Präsenz und nachfragendes Interesse - das A & O für Bindung.

Februar 2017

Prozess-Dokumentation - ein "Schloss mit 7 Siegeln"

39 % befragter deutscher Unternehmen nutzen die Dokumentation ihrer Geschäftsprozesse nicht, obwohl sie sie in der Regel mit sehr viel Aufwand erstellt haben. Wegen Fehlern, Lücken und, weil sie nicht zur Arbeitswirklichkeit vor Ort passen, führen Prozess-Dokumente und damit das Prozessmanagement ein Schatten-Dasein.

Zur Erinnerung: das Durchdenken, Standardisieren und Dokumentieren eines Soll-Ablaufs dient der Handlungssicherheit der Ausführenden. Wenn alle orientiert sind, bedeutet das Prozesssicherheit und schließlich Qualität von Produkt und Dienstleistung. Die Psychologie weiß, wie's funktioniert.

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Alexander von Bülow
Geschäftsführer

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